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Medizinischer Behandlungsfehler. Was heißt das?

Medizinischer Behandlungsfehler heißt für viele:

  • Einschränkung von Lebensfreude
  • Veränderung der ganzen Lebensweise
  • Dauernde Belastung
  • Finanzielle Einbußen

Medizinischer Behandlungsfehler kann bedeuten:

  • Verzögerte Heilung
  • Lebenslanger Schaden
  • Tod

Medizinische Behandlungsfehler führen auch zu:

  • Demütigungen und Diskriminierung, wenn Mediziner sich gegenseitig decken.
  • Gefühlen von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein an übermächtige Gegner.
  • Jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Haftpflichtversicherung des Verursachers.
  • Einem langwierigen Durchlaufen der Gerichtsinstanzen, um den Anspruch auf Entschädigung der Medizingeschädigten, ihrer Angehörigen oder Hinterbliebenen zu verwirklichen.
  • Kosten und Folgekosten, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen, Rentenkassen, Pensionskassen usw. und zum Vorteil der Versicherungswirtschaft gehen.

Die tatsächlichen Zahlen medizinischer Behandlungsfehler sind nicht bekannt. Es gibt keine zusammenhängende Dokumentation und umfassende Statistik darüber. Prof. Dr. M. Schrappe, ehemaliger Vorsitzender des "Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V"(APS) spricht von bis zu 680.000 vermeidbaren unerwünschten Ereignissen pro Jahr nur bei Behandlungen in Krankenhäusern (5. KTQ Forum, Köln, 27.05.2005). Jede Woche wären dies dann ca. 13.000 Fälle.

Die Zahl der Todesfälle wird in der vom APS im Jahr 2007 veröffentlichen "Agenda Patientensicherheit" mit jährlich 17.000 angegeben. Ein Vergleich dazu: Im Jahr 2009 waren in Deutschland 4.160 Verkehrstote zu beklagen. Somit liegt die Zahl der Todesfälle durch Behandlungsfehler um ein Vielfaches höher als die Zahl der Toten im Straßenverkehr.

Denkt man an die vielen Arztkontakte in den freien Arzt- und Zahnarztpraxen, mit Heilpraktikern, Therapeuten usw., kann man sich gut vorstellen, dass die Anzahl der Fehlbehandlungen weitaus höher sein könnte, als alle im Einzelnen genannten Zahlen.