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Fernsehtipp: SWR Dokumentation „betrifft: Operiert und abkassiert – Wenn Ärzte Rendite bringen sollen“

In der Sendung wird deutlich herausgearbeitet, wie das Bezahlsystem der Krankenhäuser Mediziner*innen drängt, möglichst viele Patient*innen in möglichst kurzer Zeit zu behandeln.

Eines unserer aufmerksamen Mitglieder gab uns den Hinweis, dass am 14. Juli 2021 um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen die Dokumentation „betrifft: Operiert und abkassiert – Wenn Ärzte Rendite bringen sollen“ ausgestrahlt wurde.

Da das Thema dieser Sendung eines unserer Querschnitthemen ist, und Sie sie noch bis zum 14. Juli 2022 in der ARD Mediathek anschauen können, möchten wir Sie gerne darauf aufmerksam machen.

Der Beitrag berichtet von der Schieflage, die das sogenannte „Fallpauschalensystem“, - die Grundlage der Krankenhausfinanzierung in Deutschland - im Gesundheitssystem verursacht.

Ärzt*innen sollen möglichst viele Patient*innen in möglichst kurzer Zeit behandeln und mit aufwändigen Operationen und moderner Apparatemedizin für Umsatz sorgen. So soll es zu Auswüchsen kommen, wie

  • unnötigen Amputationen bei Diabetikern, weil eine erhaltende Therapie gemessen am Aufwand zu gering vergütet wird
  • Operationen, deren Nutzen insgesamt in Frage steht
  • immer neue Eingriffe bei Sterbenden, die damit buchstäblich zu Tode operiert werden, obwohl niemals eine Chance auf Heilung bestand

Nehmen sich Ärzt*innen jedoch Zeit für ihre Patientinnen und Patienten, mache die Klinik Verluste.